SEO-Grundlagen
Google-Ranking verbessern: So wirst du bei Google gefunden

Dein Google-Ranking verbessern heißt: Google muss deine Seiten finden und aufnehmen können, und deine Seiten müssen für die Suche zu den passendsten und hochwertigsten gehören. Einen ersten Platz kann dir laut Google niemand garantieren. Kaufen kannst du eine bessere Platzierung auch nicht: Google nimmt nach eigenen Angaben kein Geld dafür, eine Website öfter zu besuchen oder höher zu reihen. Was du tun kannst, wenn du bei Google gefunden werden willst, beschreibt Google aber selbst ziemlich genau.
Hier erfährst du, wie die Google-Suche arbeitet, welche Schritte Google empfiehlt, was gegen Googles Regeln verstößt, wie lange Änderungen dauern und wie du Fortschritt prüfst. Alles über Google stützt sich auf Googles Dokumentation für Website-Betreiber (Google Search Central und die Hilfe zur Search Console). Wo wir etwas empfehlen, das Google so nicht schreibt, sagen wir das dazu.
Wie Google Seiten findet, aufnimmt und reiht
Google beschreibt in seinem Leitfaden „In-depth guide to how Google Search works“ drei Stufen. Nicht jede Seite schafft alle drei.
1. Finden und Abrufen (Crawling): Google sucht ständig nach neuen Seiten, etwa über Links von Seiten, die es schon kennt, oder über eine eingereichte Liste deiner Seiten, die Sitemap. Ein Programm namens Googlebot ruft die Seiten ab und stellt sie dar wie ein aktueller Chrome-Browser. Typische Hürden sind laut Google Serverprobleme, Netzwerkfehler und Regeln in der Datei robots.txt, die Googlebot aussperren.
2. Verstehen und Speichern (Indexierung): Google wertet Text, Seitentitel, Bildbeschreibungen (Alt-Texte), Bilder und Videos aus, um zu verstehen, worum es geht. Von mehreren sehr ähnlichen Seiten wählt Google eine als Hauptversion. Häufige Probleme sind laut Google Inhalte von geringer Qualität, Anweisungen im Code, die das Indexieren verbieten, und ein schwer lesbarer Aufbau der Website.
3. Ergebnisse zeigen (Ranking): Sucht jemand etwas, durchsucht Google seinen Index und zeigt die Ergebnisse, die es für die hochwertigsten und passendsten hält. Wie passend eine Seite ist, hängt laut Google von Hunderten Faktoren ab, darunter Standort, Sprache und Gerät der suchenden Person. Googles Beispiel: Wer nach „bicycle repair shops“ sucht, bekommt in Paris andere Ergebnisse als in Hongkong.
Google garantiert laut demselben Leitfaden nicht, dass es eine Seite abruft, aufnimmt oder zeigt, auch wenn sie alle Regeln einhält.
Zuerst prüfen: Kannst du bei Google gefunden werden?
Bevor du etwas änderst, schau nach, ob Google deine Website schon kennt. Das empfiehlt Google im SEO-Leitfaden für Einsteiger (SEO Starter Guide). Gib dazu in der Google-Suche site: und deine Domain ein, also zum Beispiel site:deinefirma.at. Erscheinen Ergebnisse von deiner Website, ist sie im Index.
Meist musst du laut Google nichts weiter tun, als deine Website zu veröffentlichen, denn die allermeisten Seiten findet Google von selbst. Eine Sitemap einzureichen ist laut Google nicht Pflicht. Wichtiger ist zuerst, dass Menschen von deiner Website erfahren.
Taucht deine Website nicht auf, prüf, ob technisch etwas im Weg steht. Wie Google eine einzelne Seite sieht, zeigt dir die URL-Prüfung in der Google Search Console.
Google-Ranking verbessern: Die Schritte aus Googles eigener Anleitung
Google fasst in den Google Search Essentials zusammen, was eine Seite braucht, um in der Suche zu erscheinen und gut abzuschneiden. Wer einen kleinen lokalen Betrieb führt, kann vieles davon wahrscheinlich selbst erledigen, schreibt Google in seinem Text „Do you need an SEO?“. Die sechs Schritte unten stützen sich auf Google, der Abschnitt danach ist unsere Ergänzung.
1. Richte die Google Search Console ein
Die Search Console ist laut Googles Hilfe zur Search Console ein kostenloser Dienst. Du musst dich dort nicht anmelden, um in der Suche zu erscheinen. Das Werkzeug hilft dir aber zu verstehen, wie Google deine Website sieht. Google nennt in seiner Anleitung „Get started with Search Console“ diese Schritte:
- Bestätige, dass dir die Website gehört. Erst dann siehst du alle Daten.
- Prüf im Bericht zur Indexierung, welche Seiten Google aufgenommen hat, und behebe gemeldete Fehler.
- Reich eine Sitemap ein, wenn du magst. Google findet deine Seiten auch ohne. Mit Sitemap kann es laut Google aber schneller gehen.
- Beobachte deine Leistung im Bericht „Leistung“ (Search performance).
Täglich musst du laut Google nicht hineinschauen, bei neuen Problemen kommt eine E-Mail. Google rät, etwa einmal im Monat nachzusehen und außerdem immer dann, wenn du Inhalte änderst.
2. Schreib für Menschen, nicht für die Suchmaschine
Laut Googles Seite „Creating helpful, reliable, people-first content“ sollen Googles automatische Ranking-Systeme hilfreiche, verlässliche Inhalte bevorzugen, die für Menschen geschrieben sind, und nicht Inhalte, die nur das Ranking beeinflussen sollen. Google gibt dir dort Fragen zur Selbstprüfung mit, zum Beispiel:
- Bietet dein Inhalt eigene Informationen, eigene Recherchen oder eine eigene Auswertung?
- Beschreibt er das Thema vollständig?
- Weiß jemand nach dem Lesen genug, um sein Ziel zu erreichen?
- Ist klar, wer den Inhalt geschrieben hat?
Warnsignale sind laut Google etwa Inhalte, die vor allem Besucher aus Suchmaschinen anlocken sollen, oder Texte, die nur zusammenfassen, was andere schon geschrieben haben. Von allen Aspekten, die Google mit E-E-A-T bezeichnet (Erfahrung, Fachwissen, Autorität, Vertrauen), ist laut Google Vertrauen der wichtigste.
Unsere Empfehlung (so steht es nicht bei Google): Schreib über das, was du wirklich kannst, und zeig es mit Beispielen aus deinem Betrieb, Fotos deiner Arbeit und ehrlichen Antworten auf die Fragen, die dir Kunden immer wieder stellen.
3. Verwende die Wörter deiner Kunden
Die Search Essentials empfehlen, die Wörter zu verwenden, mit denen Menschen nach deinem Inhalt suchen würden, und sie an gut sichtbare Stellen zu setzen: in den Titel und die Hauptüberschrift einer Seite, in Alt-Texte und Linktexte. Jede Variante musst du laut Starter Guide aber nicht erraten: Googles Systeme erkennen laut Google auch dann, wozu eine Seite passt, wenn die genauen Suchwörter nicht darin stehen.
4. Gib jeder Seite einen guten Titel und eine eigene Beschreibung
Der Titel deines Suchergebnisses ist laut Googles Seite zu Titellinks oft das Wichtigste, nach dem Menschen entscheiden, worauf sie klicken. Google erstellt ihn automatisch aus mehreren Quellen, du kannst ihn aber beeinflussen:
- Jede Seite hat einen eigenen Titel im Element
<title>. - Der Titel beschreibt den Inhalt knapp und klar. Vage Titel wie „Home“ vermeidest du.
- Kein Begriff wiederholt sich mehrmals im Titel.
- Der Name deines Betriebs kann kurz am Anfang oder am Ende stehen, getrennt etwa durch einen Bindestrich.
Den kurzen Text unter dem Titel nennt Google „Snippet“. Laut Googles Seite zu Snippets entsteht er vor allem aus dem Inhalt der Seite selbst, manchmal aus der Meta-Beschreibung, wenn diese die Seite besser beschreibt. Google empfiehlt eine eigene Beschreibung für jede Seite, mindestens für die Startseite und die meistbesuchten Seiten.
5. Sorg für gute Links, innen und außen
Google nutzt Links laut seinen Empfehlungen zu Links, um zu beurteilen, wie relevant eine Seite ist, und um neue Seiten zu finden. Zwei Dinge sind dabei wichtig:
- Links, die Google lesen kann: Google kann in der Regel nur normale Links auslesen, also das HTML-Element
<a>mit einer Adresse im Attributhref. - Linktexte, die etwas sagen: Der sichtbare Text eines Links erklärt Menschen und Google, worum es auf der Zielseite geht. Ein Linktext wie „hier klicken“ ist laut Google zu allgemein. Aus unserer Sicht sagt „Öffnungszeiten unserer Werkstatt“ dagegen viel.
Links von anderen Websites entstehen laut Starter Guide mit der Zeit von selbst. Du kannst nachhelfen, indem du deine Website bekannt machst: über soziale Medien, in Gemeinschaften, mit Werbung und durch Mundpropaganda. Google rät auch, die Adresse deiner Website auf Visitenkarten und Briefpapier zu setzen.
6. Achte auf ein gutes Seitenerlebnis
Googles zentrale Ranking-Systeme sollen laut der Seite „Understanding page experience in Google Search results“ Inhalte belohnen, die ein gutes Seitenerlebnis bieten. Google nennt dazu Fragen wie: Hat deine Seite gute Core Web Vitals? Das sind laut Google Messwerte aus echter Nutzung für Laden, Reaktion auf Eingaben und einen stabilen Seitenaufbau. Wird sie sicher ausgeliefert? Funktioniert sie gut auf dem Handy? Verzichtet sie auf störende Werbung und aufdringliche Einblendungen?
Gute Werte garantieren laut Google aber keine Spitzenplatzierung. Die Core Web Vitals nutzt Google für das Ranking, andere Teile des Seitenerlebnisses helfen laut Google nicht direkt, machen die Seite aber angenehmer. Und Google versucht immer, die passendsten Inhalte zu zeigen, auch wenn deren Seitenerlebnis nicht ideal ist.
Zusätzlich aus unserer Sicht: Kunden in deiner Nähe
Aus unserer Sicht zählt für Betriebe mit Kunden vor Ort zusätzlich das Google-Unternehmensprofil, also dein Eintrag in Google Maps und in der lokalen Suche. Wie du es anlegst und pflegst, erklärt unser Ratgeber Google-Unternehmensprofil erstellen und optimieren. Was für Betriebe mit fester Adresse zählt, steht auf der Seite SEO & GEO für Local Business, für Betriebe, die zum Kunden fahren, auf der Seite SEO & GEO für Service Area Business.
Was nicht hilft und was gegen Googles Regeln verstößt
Im Starter Guide räumt Google mit einigen verbreiteten Irrtümern auf:
- Meta-Keywords: Google nutzt das Meta-Tag „keywords“ nicht.
- Textlänge: Die Länge allein spielt für das Ranking keine Rolle. Eine ideale Wortzahl gibt es nicht.
- Suchbegriffe im Domainnamen: Haben laut Google kaum eine Wirkung auf das Ranking.
- E-E-A-T als Ranking-Faktor: Laut Google ist E-E-A-T kein Ranking-Faktor.
- Gleiche Inhalte unter mehreren Adressen: Führen laut Google nicht zu einer manuellen Maßnahme. Eine manuelle Maßnahme verhängt Google, wenn ein Prüfer bei Google feststellt, dass Seiten gegen die Spam-Richtlinien verstoßen; laut Googles Hilfe zu manuellen Maßnahmen erscheinen die Seiten dann meist weiter unten oder gar nicht. Fremde Inhalte zu kopieren ist etwas anderes.
Auf der Seite zu hilfreichen Inhalten ergänzt Google: Massenhaft Inhalte hinzuzufügen oder zu löschen, nur um „frisch“ zu wirken, hilft nicht. Und Werbung bei Google wirkt sich laut „Do you need an SEO?“ nicht auf deine Platzierung in den normalen Suchergebnissen aus.
Was verboten ist: Googles Spam-Richtlinien zählen Methoden auf, mit denen jemand die Suche täuschen will. Websites, die dagegen verstoßen, können laut Google weiter unten erscheinen oder gar nicht mehr. Dazu gehören unter anderem:
- Keyword-Stuffing: eine Seite mit Suchbegriffen vollstopfen, etwa mit Blöcken von Städten und Regionen, für die man gefunden werden will.
- Link-Spam: Links gegen Geld, Waren oder Leistungen, übertriebener Linktausch nach dem Muster „Verlinkst du mich, verlinke ich dich“ und automatisch erzeugte Links.
- Versteckter Text: etwa weiße Schrift auf weißem Hintergrund.
- Brückenseiten (Doorways): mehrere Domains oder Seiten für einzelne Städte oder Regionen, die Besucher auf eine Seite leiten.
- Massenhaft erzeugte Inhalte: viele Seiten, die Nutzern nichts bringen, etwa mit KI-Werkzeugen erzeugt.
- Cloaking: Google etwas anderes zeigen als den Besuchern.
Vorsicht auch bei Angeboten von außen: Google rät in „Do you need an SEO?“, skeptisch zu sein bei Anbietern, die Platzierungen garantieren, eine „besondere Beziehung“ zu Google behaupten oder unaufgefordert E-Mails schicken. Lässt du deine Website von jemandem prüfen, gib ihm in der Search Console laut Google nur Lesezugriff. Und: Werkzeuge anderer Anbieter haben laut Google keinen Zugang zu Googles internen Ranking-Daten.
Wie lange es dauert, bis sich etwas tut
Jede Änderung braucht laut Starter Guide Zeit, bis Google sie berücksichtigt. Manche wirken nach ein paar Stunden, andere erst nach mehreren Monaten. Google rät, meist ein paar Wochen zu warten, bevor du beurteilst, ob deine Arbeit etwas gebracht hat. Nicht jede Änderung zeigt eine sichtbare Wirkung. Bist du nicht zufrieden, probier weitere Änderungen aus.
Für einzelne neue oder geänderte Seiten kannst du laut Googles Hilfe zum Werkzeug für die URL-Prüfung in der Search Console beantragen, dass Google sie neu aufnimmt. Google nennt dort zwei Angaben: Das Indexieren kann bis zu ein, zwei Wochen dauern, meist aber nur etwa einen Tag, manchmal auch viel länger. Ein Antrag garantiert nicht, dass die Seite in den Index kommt.
Fortschritt prüfen: Was die Search Console zeigt
Viele suchen nach einem „Ranking-Check“, um zu sehen, auf welchem Platz sie stehen. Daten dazu zeigt dir Google selbst im Bericht zur Leistung in den Suchergebnissen in der Search Console. Laut Google zeigt er dir:
- Impressionen: wie oft deine Website in den Suchergebnissen erschienen ist
- Klicks: wie oft jemand in den Google-Suchergebnissen auf deine Website geklickt hat
- Klickrate: Klicks geteilt durch Impressionen
- Durchschnittliche Position: die durchschnittliche Position des obersten Ergebnisses deiner Website
Laut Googles Hilfe zu den Leistungsberichten siehst du dort, mit welchen Suchanfragen deine Website erschienen ist, welche Seiten am besten laufen und wie sich Zeiträume vergleichen, etwa diese Woche mit der letzten. Ist die Klickrate bei einer wichtigen Suchanfrage niedrig, rät Google, selbst danach zu suchen und zu schauen, was stattdessen erscheint.
Ein Hinweis zu Werkzeugen: Googles Spam-Richtlinien verbieten automatische Suchanfragen an Google ohne ausdrückliche Erlaubnis, auch das Auslesen von Ergebnissen, um Platzierungen zu prüfen.
Unsere Empfehlung (so steht es nicht bei Google): Schau nicht nur auf die Position. Wichtiger ist, ob mehr Menschen mit den richtigen Suchanfragen auf deine Website kommen und ob daraus Anfragen werden. Notier dir, was du wann geändert hast, damit du Veränderungen in der Search Console später zuordnen kannst.
Wie du auch in KI-Antworten wie ChatGPT oder den KI-Übersichten von Google vorkommst, erklärt unser Ratgeber GEO: Wie dein Unternehmen in ChatGPT, Gemini & Co. vorkommt. Weitere Ratgeber findest du in der SERP TOWN Library.
Dein nächster Schritt
Du willst wissen, wo du bei deinem Unternehmen anfangen sollst? Mach den SEO-Check von SERP TOWN: Er zeigt dir, welcher Business-Typ dein Unternehmen ist und wo deine größten Hebel bei Google und in KI-Antworten liegen. Wenn du magst, schickst du uns danach eine Anfrage: Wir sehen uns deine Website an und schicken dir einen kurzen Einblick mit ein paar Tipps.