GEO & KI-Suche
In ChatGPT gefunden werden: Was OpenAI offiziell sagt

Damit ChatGPT deine Website in Antworten mit Websuche zeigen und als Quelle verlinken kann, muss der Crawler OAI-SearchBot von OpenAI deine Seiten lesen dürfen. Das ist laut OpenAI eine Voraussetzung dafür, dass du in ChatGPT gefunden werden kannst, aber keine Garantie. OpenAI schreibt selbst, dass ChatGPT Suchergebnisse nach mehreren Faktoren ordnet und ein Platz in den Ergebnissen nicht garantiert ist. Welche Faktoren das sind, legt OpenAI nicht offen.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie ChatGPT laut OpenAI Websites findet und Quellen zeigt, was dazu bekannt ist und was nicht und welche Schritte du gehen kannst. Was GEO allgemein ist und was eine Studie dazu herausgefunden hat, steht in unserem Ratgeber GEO: Wie dein Unternehmen in ChatGPT, Gemini & Co. vorkommt. Hier geht es nur um ChatGPT, und zwar so weit, wie OpenAI es selbst beschreibt. Wo wir etwas empfehlen, das so nicht bei OpenAI steht, sagen wir das dazu.
Wie ChatGPT im Web sucht und Quellen zeigt
Laut OpenAIs Hilfeseite „Searching the web with ChatGPT“ (Stand Oktober 2026) kann ChatGPT im Web suchen, um Fragen mit aktuellen Informationen und Links zu passenden Quellen zu beantworten. Die Suche kann automatisch starten, wenn eine Frage von aktuellen Informationen profitiert. Man kann sie auch selbst einschalten.
Quellen in der Antwort: Antworten mit Websuche können laut derselben Seite Quellenangaben enthalten. Wer eine Quellenangabe anklickt, öffnet die Quelle. Über die Schaltfläche „Sources“ (in der englischen Ansicht) sieht man, wenn vorhanden, die genannten Quellen und weitere passende Links. Schon bei der Einführung im Oktober 2024 schrieb OpenAI in der Ankündigung „Introducing ChatGPT search“, dass Antworten Links zu Quellen wie Nachrichtenartikeln und Blogbeiträgen enthalten. OpenAI warnt aber auch: Suchergebnisse und Quellenangaben können unvollständig, veraltet oder falsch sein.
Woher die Ergebnisse kommen: Auf der Hilfeseite schreibt OpenAI, dass die Suche von ChatGPT manchmal mit anderen Suchanbietern zusammenarbeitet. ChatGPT schreibt die Frage dann in der Regel in eine oder mehrere gezielte Suchanfragen um und schickt sie an diese Anbieter. Für Details zur Verarbeitung verweist OpenAI auf die Datenschutzerklärungen von Microsoft und Shopify. Die Ankündigung von 2024 nennt dazu „third-party search providers“ und Inhalte, die Partner direkt liefern. Welchen Suchindex ChatGPT genau nutzt, welcher Anbieter wann zum Zug kommt und wie die Ergebnisse gewichtet werden, steht auf keiner der geprüften OpenAI-Seiten.
Wie ChatGPT ordnet: OpenAI schreibt nur, dass ChatGPT Suchergebnisse nach mehreren Faktoren ordnet, die Nutzern helfen sollen, relevante und verlässliche Informationen zu finden, und dass die Platzierung nicht garantiert ist („Placement is not guaranteed“).
Lokale Fragen: ChatGPT kann laut OpenAI einen ungefähren Standort aus der IP-Adresse nutzen, etwa für Restaurants in der Nähe, lokale Nachrichten und Wetter. Dafür kann ChatGPT den Standort mit Drittanbietern teilen, die zum Beispiel Einträge von Betrieben in der Nähe liefern. Welche Anbieter das sind, nennt OpenAI auf dieser Seite nicht. Ob dazu dein Google-Unternehmensprofil gehört, wissen wir nicht. Wie du deinen Eintrag bei Google aufbaust und pflegst, erklärt unser Ratgeber Google-Unternehmensprofil erstellen und optimieren.
Die Crawler von OpenAI und was sie steuern
Ein Crawler ist ein Programm, das Websites automatisch besucht und liest. Ob er das darf, legst du in der robots.txt fest. Laut dem Internet-Standard RFC 9309 liegt diese Textdatei im obersten Verzeichnis deiner Website, also unter /robots.txt. OpenAI beschreibt seine Crawler in der Übersicht der OpenAI-Crawler (ohne Datum auf der Seite). Jede Einstellung gilt laut OpenAI unabhängig von den anderen.
- OAI-SearchBot ist für die Suche. Er wird genutzt, damit Websites in den Suchergebnissen von ChatGPT auftauchen können. Seiten, die OAI-SearchBot ausschließen, zeigt ChatGPT nicht in Suchantworten, höchstens noch als Navigationslink, also als einfacher Link zur Website. OpenAI empfiehlt, OAI-SearchBot in der robots.txt zu erlauben und Anfragen aus den veröffentlichten IP-Bereichen von OpenAI zuzulassen.
- GPTBot sammelt Inhalte, die für das Training der KI-Modelle von OpenAI verwendet werden können. Wenn du GPTBot sperrst, zeigst du, dass deine Inhalte nicht für das Training genutzt werden sollen. Du kannst laut OpenAI OAI-SearchBot erlauben und GPTBot trotzdem sperren.
- ChatGPT-User besucht eine Seite, wenn Nutzer ChatGPT etwas fragen und ChatGPT dafür eine Seite aufruft. Er crawlt nicht automatisch das Web. Weil ein Mensch die Anfrage auslöst, gelten die robots.txt-Regeln dafür laut OpenAI womöglich nicht. Ob deine Inhalte in der Suche erscheinen dürfen, steuert ChatGPT-User nicht. Dafür ist OAI-SearchBot zuständig.
- OAI-AdsBot prüft Zielseiten von Anzeigen in ChatGPT. Er besucht laut OpenAI nur Seiten, die als Anzeige eingereicht wurden.
Nach einer Änderung an der robots.txt kann es laut OpenAI etwa 24 Stunden dauern, bis die Systeme für die Suchergebnisse sie berücksichtigen.
Was bekannt ist, wenn du in ChatGPT genannt werden willst
Aus unserer Sicht hoffen viele, die nach ChatGPT-SEO suchen, auf eine Liste mit Tricks. Von OpenAI gibt es die nicht. Das ist der Stand der geprüften Quellen:
Bekannt, weil OpenAI es schreibt:
- Damit eine Website für die Suchergebnisse in Frage kommt, soll sie OAI-SearchBot erlauben. Außerdem soll der Hoster oder das Netzwerk, über das die Seite ausgeliefert wird (CDN), Anfragen aus den veröffentlichten IP-Adressen von OpenAI zulassen. Das steht auf der Hilfeseite zur Websuche.
- Ein Platz in den Ergebnissen ist nicht garantiert. ChatGPT ordnet nach mehreren Faktoren.
- In der Ankündigung von 2024 schrieb OpenAI, dass jede Website und jeder Verlag wählen kann, in der Suche von ChatGPT zu erscheinen.
- Das Training (GPTBot) und die Suche (OAI-SearchBot) steuerst du getrennt.
Unbekannt, weil OpenAI es nicht offenlegt:
- welche Faktoren die Reihenfolge bestimmen und wie stark sie wirken,
- welchen Suchindex ChatGPT genau verwendet,
- wann ChatGPT ein Unternehmen in einer Antwort ohne Websuche nennt, etwa aus dem Wissen des Modells,
- ob es die Chance auf eine Nennung erhöht, GPTBot zu erlauben. OpenAI beschreibt GPTBot nur für das Training.
Was die Forschung dazu sagt: Die bekannte Studie „GEO: Generative Engine Optimization“ hat nicht ChatGPT selbst untersucht. Das Forschungsteam baute ein eigenes Testsystem: Es holte für jede Frage die obersten fünf Quellen aus der Google-Suche und ließ das Modell GPT-3.5 Turbo daraus eine Antwort schreiben. Zusätzlich prüften sie ihre Methoden auf Perplexity. Was sich dort bewährt hat, fassen wir im GEO-Ratgeber zusammen. Ob die Ergebnisse für die heutige Suche in ChatGPT gelten, ist nicht belegt.
Für Online-Shops: OpenAI beschreibt auf der Seite „Power product discovery in ChatGPT“, dass Händler sich bewerben können, ihre Produktdaten (einen Produkt-Feed) mit ChatGPT zu teilen. Wer über Shopify oder Etsy verkauft, ist laut OpenAI schon eingebunden. Das Einkaufen in ChatGPT ist laut dieser Seite derzeit für Nutzer in den USA freigeschaltet; weitere Regionen plant OpenAI später. Was das für Shops im deutschsprachigen Raum heißt, sagt OpenAI dort nicht. Mehr zu Shops bei Google und in KI-Antworten findest du auf der Seite SEO & GEO für E-Commerce.
Schritte für dein Business
Die Schritte 1 bis 3 stützen sich auf OpenAI, die Schritte 4 und 5 sind unsere Empfehlung.
1. Erlaube OAI-SearchBot in deiner robots.txt
Ruf deine-domain.at/robots.txt im Browser auf und schau, ob dort unter User-agent: OAI-SearchBot ein Disallow: / steht. Achte auch auf eine Gruppe mit User-agent: *: Laut RFC 9309 folgt ein Crawler dieser Gruppe, wenn es keine eigene Gruppe für ihn gibt. Sperrt deine robots.txt OAI-SearchBot auf einem dieser Wege, erscheint deine Website laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT. Eine Regel, die OAI-SearchBot ausdrücklich alles erlaubt, kann zum Beispiel so aussehen:
User-agent: OAI-SearchBot
Allow: /
Dieses Beispiel ist von uns, so steht es nicht bei OpenAI. OpenAI empfiehlt nur, OAI-SearchBot zu erlauben. Und plane etwa 24 Stunden ein, bis eine Änderung bei OpenAI ankommt.
2. Prüfe Firewall, Hoster und CDN
Die robots.txt ist nur ein Teil. OpenAI nennt als Voraussetzung auch, dass dein Hoster oder dein CDN Anfragen aus den veröffentlichten IP-Adressen von OAI-SearchBot zulässt. In seiner Anleitung für Werbetreibende schreibt OpenAI zudem, dass eine robots.txt-Regel allein vielleicht nicht reicht, weil Firewall (ein Schutzprogramm, das Zugriffe filtert), CDN oder Bot-Schutz eigene Sperren setzen können. Diese Anleitung gilt für Zielseiten von Anzeigen. Unsere Empfehlung (so steht es nicht bei OpenAI): Lass genauso prüfen, ob OAI-SearchBot deine normalen Seiten ohne Anmeldung, ohne CAPTCHA und ohne Browser-Prüfung erreicht.
3. Entscheide bewusst über GPTBot
Ob du GPTBot erlaubst, ist eine eigene Entscheidung. Diese betrifft laut OpenAI das Training der Modelle, nicht die Suche. Du kannst also in den Suchantworten erscheinen und trotzdem das Training ablehnen. Welche Wahl für dich passt, hängt davon ab, wie du zur Nutzung deiner Texte für KI-Training stehst. Einen Nachteil in der Suche durch eine GPTBot-Sperre beschreibt OpenAI nicht.
4. Schreib das Wichtigste klar als Text auf deine Seiten
Unsere Empfehlung (so steht es nicht bei OpenAI): Schreib auf deine Website, was du anbietest, für wen und wo, und beantworte die Fragen, die Kunden dir wirklich stellen. Aus unserer Sicht kann ChatGPT aus deiner Seite nur verwenden, was dort auch steht. Was Google zu Text auf der Seite sagt und was die GEO-Studie gemessen hat, findest du im GEO-Ratgeber. Was das je nach Business-Typ heißt, zeigt zum Beispiel die Seite SEO & GEO für Local Business für Betriebe mit fester Adresse.
5. Belege Aussagen und halte sie aktuell
Unsere Empfehlung (so steht es nicht bei OpenAI): Nenne Zahlen nur, wenn du sie belegen kannst, verlinke deine Quellen und halte Angaben wie Leistungen und Öffnungszeiten aktuell. OpenAI rät seinen Nutzern selbst, eine genannte Quelle zu öffnen und zu prüfen, ob sie die Antwort stützt und wann sie veröffentlicht oder aktualisiert wurde. Aus unserer Sicht ist eine Seite mit klaren, belegten und aktuellen Angaben deshalb eine gute Quelle, für Menschen wie für KI-Antworten. Dass ChatGPT solche Seiten bevorzugt, ist nicht belegt.
So regeln Perplexity, Claude und Gemini den Zugriff auf deine Website
Auch Perplexity und Anthropic beschreiben getrennte Crawler, Google hat für Gemini ein eigenes Kennzeichen, das du in der robots.txt verwenden kannst. Wenn du auch in Perplexity und anderen KI-Assistenten sichtbar sein willst, lohnt sich ein Blick darauf.
- Perplexity: Laut der Crawler-Dokumentation von Perplexity zeigt und verlinkt PerplexityBot Websites in den Suchergebnissen von Perplexity. Für das Training von KI-Modellen wird er laut Perplexity nicht genutzt. Perplexity empfiehlt, PerplexityBot zu erlauben und die veröffentlichten IP-Bereiche zuzulassen. Perplexity-User ruft Seiten auf, wenn Nutzer etwas fragen, und ignoriert die robots.txt laut Perplexity in der Regel, weil ein Nutzer den Abruf ausgelöst hat. Für Firewalls wie die von Cloudflare beschreibt Perplexity, wie man seine Crawler freigibt. Änderungen brauchen laut Perplexity bis zu 24 Stunden.
- Claude (Anthropic): Anthropic beschreibt in seinem Hilfeartikel zum Crawlen des Webs (Stand 7. April 2026) drei Crawler: ClaudeBot sammelt Inhalte, die zum Training beitragen können. Claude-User ruft Seiten auf, wenn Nutzer Claude etwas fragen. Claude-SearchBot verbessert die Suchergebnisse. Wer Claude-SearchBot oder Claude-User sperrt, kann laut Anthropic weniger sichtbar in den Suchergebnissen sein. Sperren soll man laut Anthropic über die robots.txt, und zwar für jede Subdomain (etwa shop.deine-domain.at).
- Gemini (Google): Laut Googles Übersicht der Crawler (zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2026) steuert das Kennzeichen Google-Extended, ob Inhalte für das Training künftiger Gemini-Modelle und für das sogenannte Grounding in Gemini Apps genutzt werden dürfen. Grounding heißt laut Google: Das Modell bekommt beim Antworten Inhalte aus dem Google-Suchindex. Auf die Google-Suche hat es laut Google keinen Einfluss.
Unsere Empfehlung (so steht es bei keinem Anbieter): Schreib dir für jeden Assistenten auf, welcher Crawler die Suche betrifft, und prüf deine robots.txt einmal gegen diese Liste. So sperrst du nicht aus Versehen die Suche, wenn du eigentlich nur das Training ablehnen wolltest.
Wie du prüfst, ob ChatGPT dich nennt
Eine offizielle Kennzahl für deine Sichtbarkeit in ChatGPT nennt OpenAI auf den geprüften Seiten nicht. Ein paar Anhaltspunkte gibt es trotzdem. Unsere Empfehlung (so steht es nicht bei OpenAI):
- Stichprobe mit Websuche: Stell ChatGPT die Fragen, die deine Kunden stellen würden, schalte die Suche ein und schau unter „Sources“, ob deine Website dabei ist. Das ist kein Messwert, sondern eine Momentaufnahme. Laut OpenAI können Standort, gespeicherte Erinnerungen (Memory) und ein VPN die Ergebnisse beeinflussen.
- Server-Protokolle: OpenAI veröffentlicht die Kennung von OAI-SearchBot und seine IP-Bereiche. Wenn du Zugriff auf die Protokolle deines Servers hast, siehst du dort, ob OAI-SearchBot deine Seiten besucht. Ein Besuch zeigt nur, dass er lesen kann, nicht, dass ChatGPT dich nennt.
- Besuche in deiner Statistik: Ob und wie Besuche aus ChatGPT in Programmen wie Google Analytics gekennzeichnet sind, konnten wir für diesen Ratgeber in keiner OpenAI-Quelle nachlesen. Schau in deinen Verweis-Quellen nach, behandle das Ergebnis aber nicht als vollständige Zahl.
Vorsicht bei Werkzeugen, die eine genaue „KI-Sichtbarkeit“ versprechen: Da OpenAI die Faktoren nicht offenlegt und Antworten sich ändern, kann aus unserer Sicht kein Werkzeug sie vollständig messen.
ChatGPT-SEO und GEO: Wie beides zusammenhängt
ChatGPT-SEO ist ein Teil dessen, was man GEO oder SEO für KI nennt: dafür sorgen, dass KI-Assistenten deine Website als Quelle nutzen und verlinken können. Für ChatGPT ist die technische Grundlage klar beschrieben, alles Weitere nicht. Das Wissen zu Googles KI-Übersichten, die Ergebnisse der GEO-Studie und sieben allgemeine Schritte findest du im Ratgeber GEO: Wie dein Unternehmen in ChatGPT, Gemini & Co. vorkommt. Weitere Ratgeber stehen in der SERP TOWN Library.
Dein nächster Schritt
Du willst wissen, wo dein Business bei Google und in KI-Antworten steht? Der SEO-Check von SERP TOWN zeigt dir, welcher Business-Typ du bist und wo deine größten Hebel bei Google und in KI-Antworten liegen. Wenn du magst, schickst du uns danach eine Anfrage: Wir sehen uns deine Website an und schicken dir einen kurzen Einblick mit ein paar Tipps.